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Für Pferde giftige Pflanzen: Robinie

Wunderschön, aber äußerst giftig: Die Robinie

Nicht immer schützt der Instinkt Pferde vor Vergiftungen wie beispielsweise durch Pflanzen, die schlimmstenfalls auf der eigenen Weide wachsen. Denn auch Pferden sind im Laufe der langen Domestizierung etliche Sinne bzw. Instinkte im Hinblick auf giftige Pflanzen verloren gegangen. Hinzu kommt, dass nicht jede Pflanze durch Bitterstoffe signalisiert, dass sie giftig ist. 

Leider ist also nicht alles, was sich auf der Pferdekoppel befindet, harmlos für Pferde und andere Säugetiere. So ist beispielsweise die ursprünglich aus Nordamerika stammende Robinie eine echte Gefahr für Pferde. Bei der Robinie handelt es sich um einen Baum, der eine Höhe von bis zu 25 Meter erreichen kann. Die duftenden Blüten sind zwar optisch ein Highlight, doch die Dornen dieser Pflanzen sind nicht die einzige Gefahr, die die Robinie für Pferde bedeutet. Denn vor allem in der Rinde enthält sie toxische Eiweiße, darunter Lektine, Toxalbumine und andere Giftstoffe.

Das langsame, aber regelmäßige Knabbern der Rinde dieses Baumes kann innerhalb weniger Stunden zum Tod des Pferdes führen.

Obwohl die meisten Giftstoffe in der Rinde enthalten sind, können auch Weidezaun-Pfähle und Boxenumrandungen, die aus Robinienholz bestehen, tödliche Folge nach sich ziehen.

  

Die Wirkung der Giftstoffe 

 Nachdem ein Pferd Blätter, Schoten oder Rinde der Robinie verzehrt hat, kann es zu folgenden Symptomen kommen:

 

  • Auffällig starker Speichelfluss
  • Vermehrter Harndrang
  • Koliken
  • Erregung, später eher Apathie
  • Erweiterte Pupillen
  • Krämpfe der Muskulatur 
  • Gelbfärbung der Schleimhäute
  • Gleichgewichtsstörungen

 

Bereits geringe Mengen können unter anderem sogar zur gefürchteten Hufrehe führen. In diesem Fall handelt es sich dann um eine stoffwechselbedingte Vergiftungsrehe, die zur schmerzhaften Entzündung des Hufbeinträgers mit fatalen Folgen führt. 

Typische Symptome einer akuten Hufrehe sind

  • Schmerzen, die sich vor allem durch eine beschleunigte Atmung und ebenfalls beschleunigten Herzschlag bemerkbar macht. Auch ein Ansteigen der Körpertemperatur, Schwitzen sowie gerötete Bindehäute treten unter Umständen schmerzbedingt auf.
  • Trachtenfuß-Haltungen mit dem typischen Vorstellen der Vorderbeine, während die Hinterbeine möglichst unter den Körper geschoben werden.
  • Wechselhaftes Auftreten der Vorderbeine (Trippeln oder Tanzen), um diese dadurch abwechselnd zu entlasten.
  • eine allgemeine Bewegungsunlust vor allem beim Wenden sowie Lahmen aufgrund von Schmerzen.
  • ein auffälliges Pulsieren der Mittelfußarterie sowie eine Überwärmung von Zehenwand und Krone als Zeichen der Entzündung.

 

Weitere Folgen einer Robinienvergiftung

Langfristig kann es zu irreversiblen Leber- und Nierenschäden, Blindheit sowie – je nach verzehrter Giftmenge – schlimmstenfalls zum Tod durch Vergiftung kommen.

Auch der Zeitpunkt des Auftretens der ersten Symptome ist von der Menge der Intoxikation abhängig. Sowohl die Intensität der Symptome als auch das Tempo, mit dem die Vergiftung voranschreitet, hängen außerdem auch von der Größe und dem Gewicht des betroffenen Pferdes ab.

 

Toxine in der Robinie 

Vorwiegend in der Rinde befinden sich bis zu 6% giftiges Robin sowie sogenannte Phasine. Letztere sind giftige Eiweißstoffe, die unter anderem auch in ungekochten Hülsenfrüchten für die Unverdaulichkeit und Giftigkeit verantwortlich sind.

Sowohl Robine als auch Phasine sowie weitere Toxalbumine und Antigene führen zu einer massiven Verklumpung der roten Blutkörperchen und einer starken Gewebezerstörung. 

Während es bei einem langsamen Knabbern von bis zu 70 g der Robinienrinde eher zu Koliken und Reizungen des Verdauungskanals kommt, führen größere Aufnahmemengen schnell zu unregelmäßigen Erregungszuständen, die später abwechselnd mit Phasen der Apathie auftreten. 

 

Behandlung bei Vergiftung durch Robinie

Ein eindeutiger Nachweis, dass eine Vergiftung durch die Einnahme von Teilen der Robinie vorliegt, kann nur durch den Befund in Form von Rindenrückständen im Pferdemagen gestellt werden. Angeknabberte Robinienstämme sowie die typischen Vergiftungssymptome sind jedoch aussagekräftige Hinweise für eine mögliche Vergiftung.

 

Bei einem Verdacht auf eine Vergiftung durch Robinie sollte unverzüglich der Tierarzt gerufen werden. Da es kein Gegengift für diese Art der Vergiftung gibt und Pferde nicht erbrechen können, kommt lediglich eine symptomatische Therapie in Frage. Der Tierarzt führt hierfür meist eine Magenspülung durch, indem er dem Pferd einen flexiblen Schlauch durch die Nase bis in den Magen schiebt. Mit Hilfe dieser Magensonde kann der Magen durch das Zuführen von beispielsweise Paraffinöl entleert werden. Auch die Gabe von Aktivkohle kann über diese Sonde erfolgen. Aktivkohle hat den Vorteil, noch vorhandene Giftstoffe binden zu können. Zusätzlich legt der Tierarzt meist eine Infusion an, um den Kreislauf des Pferdes mit vermehrter Flüssigkeit in Form einer Elektrolytlösung zu unterstützen. Diese wirkt außerdem stark giftverdünnend und unterstützt die Nieren bei der Ausscheidung. Bei akuter Atemnot bekommt das Pferd oftmals ein Medikament wie ein Glukokortikoid, welches einen stimulierenden Einfluss auf die Atmung ausübt. Leidet das Pferd wiederum an Krampfanfällen, kommen krampflösende Mittel zum Einsatz.

Bei starken Erregungszuständen kann jedoch sogar eine Sedierung notwendig werden, da diese die Verletzungsgefahr signifikant erhöhen.

Je nach Vergiftungsgrad kann sich ein Pferd innerhalb eines Tages wieder von seiner Vergiftung erholen, solange sich die Beschwerden lediglich auf den Verdauungskanal beschränken sowie keine neurologischen und andere Schäden entstanden sind. Aber auch Todesfälle kommen eben häufig durch die Vergiftung mit Pflanzenteile der Robinie vor.

 

Hartnäckige Verbreitung

Auch wenn die Robinie aufgrund ihres schönen Aussehens sehr beliebt ist, gilt dies also keinesfalls für den Pferde- und Tierfreund. Denn hier muss die womöglich tödliche Gefahr gebannt und die Robinie im Aufenthaltsbereich des Pferdes restlos entfernt werden.

Doch dies stellt sich mitunter als gar nicht so leicht heraus. Der Grund hierfür: Der auch als falsche Akazie bezeichnete Baum bildet zu seiner Verbreitung unterirdisch ein komplexes Wurzelsystem, aus dem immer wieder neue Robinien hervorsprießen. Ähnliches kennt man vom Essigbaum, der sich ebenso schnell und maßlos verbreiten kann.

 

Expertentipps in Sachen Wurzelbekämpfung

Einfach die oberirdischen Teile der Robinie abzuschneiden hat leider nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil: Auf das Entfernen von Ästen und Zweigen reagiert die Robinie wie viele andere Pflanzen auch mit einer vermehrten Wurzelbildung, um den Verlust auszugleichen. Daher muss das Problem stets von unten – also buchstäblich von der Wurzel her – angegangen werden.

 

Folgende Maßnahmen zur Bekämpfung der Wurzeln und Ausläufer haben sich bewährt:

1. Jeder Ausläufer sollte bis zu seinem Ausgangspunkt, nämlich dem Stamm der ursprünglichen Robinie, zurückverfolgt werden.

2. Als nächstes muss der Ausläufer von seinem Ende bis zum Stamm freigelegt werden, damit man ihn entfernen kann.

3. Dieses Wurzelsystem muss nun vollständig ausgegraben werden. Denn wenn einige Ausläufer oder die Hauptwurzel nur verletzt werden, kann dies ebenfalls die Bildung neuer Ausläufer anregen. 

4. Wenn alle unterirdischen Ausläufer zurückverfolgt und entfernt worden sind, gilt es, den Baum zu fällen und samt Stammwurzeln zu entfernen. Da die Ausläufer nun nicht mehr vorhanden sind, geht dies wesentlich einfacher, als wenn diese noch beim Entfernen der großen Wurzeln vorhanden wären. 

5. Am besten werden die Wurzeln zerkleinert und auf dem Komposthaufen entsorgt.

 

Andere Maßnahmen wie das Ringeln und anschließende Fällen nach frühestens zwei Jahren haben zur Folge, dass die Koppel für diese lange Zeit nicht genutzt werden kann. Ein absolutes Entfernen des Baumes samt Wurzel- und Ausläufersystem ist also die einzige Möglichkeit, die Pferde wieder sicher auf die entsprechende Weide zu lassen. Doch auch dann sollte das Gelände zur Sicherheit regelmäßig nach Nachzüglern abgesucht werden, um sicherzugehen, dass kein noch so kleiner Abkömmling überlebt hat und sich eine neue Robinie bildet und damit zur Gefahr wird.

 

Fatal: Robinien neben der Weide

Auch Robinien, die sich auf dem Gelände neben der von Pferden benutzten Weiden befinden, können zur Gefahr werden. Sie sollten unbedingt großflächig umzäunt werden, damit die Pferde nicht an Äste und Zweige herankommen. Doch gerade hier muss regelmäßig kontrolliert werden, ob der Baum Ausläufer in Richtung der Pferdekoppel ausgebildet hat. Daher wäre es selbstverständlich sicherer und auch einfacher, wenn auch es auch in der näheren Umgebung keinerlei Robinien gäbe, die sich mit der Zeit doch zumindest unterirdisch verbreiten könnten.

 

Fazit:

In Sachen Giftpflanzen wie der Robinie sind eine genaue Kontrolle sowie konsequentes Handeln nötig, um Pferde auch langfristig vor der Vergiftungsgefahr zu schützen.

Zum Entfernen der Robinien kann unter Umständen auch ein professioneller Baumservice in Anspruch genommen werden, der sich mit genau diesen Fällen auskennt und auch sämtliche Ausläufer sicher entfernt.

 

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