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Hippotherapie im HPZ Scharnhausen

Der Begriff der Hippotherapie leitet sich von den Worten Pferd (hippos) sowie Behandlung (therapeia) ab. Der Oberbegriff ist das sog. Therapeutische Reiten.

Die Hippotherapie ist die physiotherapeutische Behandlung auf neurophysiologischer Basis auf einem Pferd. Diese ist eine gute Ergänzung zur krankengymnastischen Behandlung.

Ein Physiotherapeut mit einer speziellen Zusatzausbildung im Therapeutischen Reiten führt die Hippotherapie durch. Das Pferd wird dabei von einem Pferdeführer auf Anweisung des Therapeuten an einem Langzügel geführt.

 

Der Begriff Therapeutische Reiten steht für mehreren Sparten:

1. Hippotherapie

2. Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd

3. Ergotherapeutische Förderung mit dem Pferd

4. Parasport

 

Was ist eine Hippotherapie?

Die Hippotherapie ist die physiotherapeutische Behandlung von Menschen mit zumeist neurologischen Erkrankungen auf einem speziell ausgebildetem Pferd, die die Schwingungen des Pferderückens in der Therapiegangart SCHRITT gezielt nutzt, um auf die Symptomatik des daraufsitzenden Patienten Einfluss zu nehmen. Im Vergleich zum Reiten werden die Patienten nicht aktiv auf dem Pferde, sondern sie reagieren auf die Bewegung des Pferderückens.

 

Der dreidimensionale Schwingungsimpuls überträgt auf das menschliche Becken eine Bewegung, die zu 100% der Beckenbewegung des menschlichen Gehens gleicht. Diese Übereinstimmung ist eine der Grundlagen der Hippotherapie und sorgt dafür, dass Muskelspannungsverhältnisse normalisiert und physiologische Bewegungsmuster initiiert werden. Die rhythmische Übertragung dieser Impulse (etwa 100 in der Minute) wirken besonders bei jeder Art von neurologischen Symptomen, wie Spastik oder schlaffen Lähmungen.

Zusätzlich bietet der aufrechte Sitz auf dem Pferd, in der Hippotherapie in der Regel hinter einem Therapiegurt auf einem Pad, eine spastikhemmende Ausgangsstellung, die die direkte Übertragung auf das Becken und den Rumpf der Patienten möglich macht. 

Der Therapeut entscheidet individuell über Auswahl der Therapieausrüstung (Pad, Fell, Therapiesattel) sowie das Therapiepferd, da sich wie bei Menschen, jedes Pferd aufgrund seiner eigenen Bewegungsmuster für bestimmte Symptome der Patienten eignet oder eben nicht. Desweiteren beeinflussen Hufschlagfiguren auf dem Reitplatz die Wirkungsweise der Hippotherapie.

 

Der Ablauf einer Hippotherapie

Eine Therapiesitzung auf dem Pferd dauert 20 bis 30 Minuten. Das Auf- und Absitzen ist ein wichtiger Teil der Therapie. Eine Rampe ist dabei eine notwendige Voraussetzung, insbesondere wenn Hilfe beim Transfer aus dem Rollstuhl nötig ist.

Während der Therapie führt ein Pferdeführer das Pferd im Schritt am Langzügel, sodass der Therapeut neben dem Patienten bleiben und sich ganz auf diesen konzentrieren kann. In einigen Fällen muss der Therapeut hinter dem Patienten auf dem Pferd sitzen.

Während der Hippotherapie werden mehrere positive Effekte gleichzeitig erzielt. So wird neben der Muskelspannungsregulierung ebenso die physiologische Rumpfaufrichtung gefördert bzw. Die Muskulatur wird gekräftigt. Neben all den positiven Wirkungen auf die Motorik wird zudem die psychische Verfassung der Patienten enorm verbessert. Einserseits genießen Rollstuhlfahrer die selbständige Bewegung durch den Raum, andererseits besteht eine Verschiebung der Perspektive- der Patient schaut von oben auf den Therapeuten.  Die Beziehung zwischen Patient und dem Pferd wird auch für „Nicht-Pferdeliebhaber“ beachtlich emotional, was wiederum eine positive Wirkung auf den motorischen Effekt auslöst. 

Gehfähige Patienten, die Hippotherapie gemacht haben, berichten von einer optimierten Gehfähigkeit sowie einer höheren Ausdauerleistung in ihrem Alltag. Auch bei Rollstuhlfahrern verbessert sich die Spastik deutlich, vor allem des Rumpfes oder der Beine. Im Verlauf der Therapie verringern sich dadurch außerdem häufig bestehende Schmerzen. Das gangtypische und funktionelle Rumpftraining stabilisiert die Muskulatur, welche auch die Funktion der Arme stärken kann. Dies ist ein bedeutender Aspekt für Rollstuhlfahrer, welche im Alltag eine gute Schultergürtel-, Rumpf- und Armfunktion brauchen. Daher ist die Hippotherapie eine gute Unterstützung und aktive Lebenshilfe.

 

Leider sind seit 1996 neben anderen Therapien auch die Hippotherapie aus dem Heil- und Hilfsmittelkatalog gestrichen, sodass alle Therapien rundum das Pferd privat von den Patienten getragen werden müssen. Dadurch wird verhindert, dass alle Patienten diese wertvolle Therapieform für sich in Anspruch nehmen können. 

 

Der Einsatz der Reittherapie bei verschiedenen Erkrankungen

Die Hippotherapie kommt vor allem bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen zur Anwendung, die Bewegungsstörungen mit sich ziehen. Hierzu zählen beispielsweise die Multiple Sklerose, jede Art des Sauerstogffmangel-Geschehens des Gehirns (ICP), Zustände nach Operationen am Zentralen Nervensystem nach Hirntumor oder -Blutungen, nach Schädel-Hirn-Trauma sowie Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie).

Auch bei nicht neurologisch bedingten Beeinträchtigungen des Bewegungs- und Stützapparates verspricht eine Hippotherapie gute Behandlungserfolge. Solche Patienten mit Schäden an den Beinen (Dysmelie) und einer hieraus resultierenden Krümmung (= Skoliose) der Wirbelsäule erlernen in dieser Therapie, ihre Muskulatur zu stärken, Dysbalancen auszugleichen. Auf diese Art kann eine Korrektur der Haltung des Betroffenen verbessert und zugleich dauerhafte Gelenkfehlstellungen vorgebeugt werden. 

Der Therapeut leitet bei der Behandlung den Patienten an. In der Therapie- Gangart Schritt überträgt das Pferd ca. 100 dreidimensionalen Schwingungen pro Minute auf den Patienten. Hierdurch trainiert der Patient neben der Haltung und seinem Gleichgewicht ein gesundes Gefühl des Körpers. Außerdem wird in der Hippotherapie die Wahrnehmung eines Patienten geschult. Auf diese Weise können Menschen mit Lähmungen wieder ein Gefühl für die eigene Körpermitte bekommen.

 

Das HPZ Scharnhausen

(Gastbeitrag von S. Plöns)

Das HPZ wurde 2012 von Herrn Wolfgang Fahr gegründet, um mehrere Therapieformen, damals zunächst nur Physio- und Hippotherapie miteinander verknüpfen zu können, einen Wohlfühlort zu schaffen, wo die ganze Familie aufgenommen wird, Wo Therapien auch parallel (z.B. Kind auf dem Pferd, Mutter in der Physio) oder eben Hintereinander stattfinden können, um v.a. den Familien mit schwerbetroffenen Angehörigen mehr gemeinsame Zeit zu verschaffen statt ewiger Fahrtzeit zu allen unterschiedlichen Therapeuten.

Angefangen mit zwei Physiotherapeuten und drei Pferden Sind wir jetzt bei 16 Therapiepferden und 5 Shetlandponies (für die Geschwisterkinder), 7 Physiotherapeuten, 2 Heilpädagogen, 1 Ergotherapeutin, 1 Trainerin, vielen Assistentenund Ehranamtlern und 6 FSJ-ler.... der Betrieb wächst von Jahr zu Jahr!

 

Wenn Corona nicht wäre,.....

würden wir ca. 220Patienten / Woche auf und mit dem Pferd betreuen in inzwischen vielen Sparten:

  • Hippotherapie (= die physiotherapeutische Behandlung auf dem Pferd, Nutzen des dreidimensionalen Schwingungsimpulses vom Pferderücken im Schritt auf das Becken des Patienten —> Regulation der Muskelspannungsverhältnisse, z.b. werden Spasmen gelockert oder Rumpfinstabile Pat. Bekommen mehr Aufrichtung)
  • Heilpädagogische Förderung (= Förderung mithilfe des Pferdes für Pat jeden Alters! Bei verschiedensten psych., pädagog. Problemen, posttraumatischen Zuständen etc.)
  • ergotherapeut. Förderung (= pferdegestützte Therapie insbes. rundum das Pferd)
  • Parasport (= reiterliche Förderung bishin zur Turnierreife für Menschen mit Behinderung)
  • Physioreiten (= Reiterliche Förderung durch Physiotherapeuten von Leistungssportlern zur Sitzkorrektur, Haltungsverbesserung und Wiedereinsteigern mit gesundheitl. Defiziten)
  • Eltern-Kind-Programm PONYCLUB zusätzlich Geschwisterreitkinder, damit diese nicht im Schatten der ewigen Therapien stehen!

 

KEINE DIESER MASSNAHMEN WIRD VON DER KASSE ÜBERNOMMEN!

Die Patienten müssen alle Therapien rundum das Pferd selbst bezahlen. Unsere Preise sind weiter moderat, um es möglichst vielen Patienten zu ermöglichen. Um den Betrieb aber aus dem defizitären Bereich herauszubringen, benötigen wir dennoch Sponsoren, die unsere Arbeit unterstützen, da die hohen Ausgaben durch den sehr hohen Personalaufwand (Insbes. bei der Hippotherapie) eine Kostendeckung unmöglich machen.

 

Zusätzlich läuft unsere Physiotherapiepraxis auf Hochtouren-

Unser Hauptziel hier ist insbesondere die Verbesserung der Alltagssituation der zumeist sehr schwer neurologisch betroffenen Patienten. Wir arbeiten sehr viel aktiv, wenn möglich auch in unserem Außenbereich.(Kletterwand etc.)

 

Wenn Corona nicht wäre...

Finden am Schlössle 4x im Jahr kleinere bis große Veranstaltungen statt, die jede Reise wert sind!!! Der Erlös geht bei diesen Events zu 100% in die Patientenförderung!

  • Vatertag: Hocketse mit leckersten Kuchen etc.
  • 2.Juli-Wochenende: SCHLÖSSLESFEST- legendär- mit vielen Attraktionen, Schauprogramm, Benefizkonzert,  Gottesdienst im Grünen etc.
  • 3.Oktober: Suppenküche mit Flammkuchen, neuem Wein und eben Suppe....
  • 3.Advent: LEBENDIGE WEIHNACHTSGESCHICHTE- kleiner Adventsmarkt und die Weihnachtsgeschichte, gespielt von vielen Patienten und Kunden mitsamt der Tiere...

 

Das HPZ Scharnhausen besteht aus einem Team aus spezialisierten und qualifizierten Therapeuten und Trainern. Diese sind speziell für die einzelnen Bereiche ausgebildet, um individuell auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen. Hier gibt es viele Therapieorte wie den Reitplatz, eine Springwiese und einer Therapiestrecke sowie pädagogische Hindernisse für eine abwechslungsreiche Behandlung auf dem Pferd. Es gibt beim benachbarten Gestütshof eine kleine Reithalle sowie einen großen Longierzirkel.

Die Pferde faszinieren hier vor allem durch ihre Größe, Eleganz und Anmut. Zudem bieten sie in ihrer Gangart Schritt einzigartige Bewegungsimpulse, die therapeutisch genutzt werden können. Durch die Hippotherapie wird das Pferd zu einem wichtigen Übungspartner.

Erwachsene und Kinder mit erworbener oder angeborener Schädigung des zentralen Nervensystems mögen diese Therapie ganz besonders, da die Bewegung, welche vom Pferderücken auf den Patienten übertragen wird, der Beckenbewegung beim Gang gleicht. Hierdurch werden die Muskelspannungen reguliert, die Spastik wird gemindert und es wird die Hypotonie stimuliert. 

Zugleich wird die Koordination, das Gleichgewicht und die Kontrolle über den Körper gefördert und das Körpergefühl sowie das Gleichgewicht des Erkrankten verbessert.

 

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