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Hufrehe: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Was ist die Hufrehe?

Die Hufrehe ist eine häufig auftretende Erkrankung des Hufs bei Pferden. Bleibt diese Krankheit unbehandelt, hat sie weit reichende Folgen. In jedem Fall ist die Krankheit nach Koliken der zweithäufigste Todesgrund bei Pferden und bei Ponys. 

Die chronische Hufrehe ist kein Naturereignis. Es handelt sich hierbei um eine Krankheit mit einem menschengemachten Zusammenhang, welche in erster Linie aus Unwissenheit entsteht. Daher mag es die Pferdehalter oftmals erschrecken, doch bietet eine solche Erkenntnis eine sehr große und wichtige Chance, dass diese hier nicht unerwähnt bleiben darf. Wenn nun das Unwissen die Krankheitsursache ist, dann ist das nötige Wissen die Heilung. Diese hat der Mensch meistens selbst in der Hand. Die Hufrehe (Laminitis) ist eine entzündliche Krankheit der Huflederhaut. Dies ist die Verbindungsschicht zwischen Hornkapsel und Hufbein. Dies kann sich einfach vorgestellt werden, als wäre auf den Knochen des Pferdes bzw. auf dem Huf-, Strahl- oder Kronbein ein Schuh übergestülpt. So ist die Hufkapsel das Horngebilde, das mit den Fingernägeln beim Menschen verglichen werden kann. Dies wird durch die Huflederhaut verbunden. Diese Haut wirkt daher wie ein Klettverschluss, welcher den Hornschuh und die Knochen fest und zugleich sehr flexibel verbindet. Wenn sich jene Klettverschlussschicht als der Aufhängeapparat des Pferdehufes entzündet, dann wird von der Laminitis gesprochen.

Hierbei ist es zumeist unerheblich, warum eine solche Entzündung ausgelöst wird. Je nach Ursache bzw. Auslöser werden verschiedene Arten der Laminitis unterschieden. 

 Durch diese Entzündung schwillt das Hufgewebe an. Jene Schwellung drückt die einzelnen Spitzen der Klettverbindung entgegen. Dies ist jedoch nur eine von drei möglichen Theorien zur Begründung der Krankheitsvorgänge im Huf. Mit einer Vernichtung des Aufhängeapparats kann sich der Knochen und damit das Hufbein lockern und senkt sich danach in Richtung der Sohle ab. Dies ist die sogenannte Hufbeinsenkung und sie kann bereits nach lediglich einigen Tagen auftreten.

Da das Hufbein allerdings an einem Punkt durch die Sehne festgehalten wird, dreht sich dies bei einem stärkeren Absinken. Jener Aspekt wird Hufbeinrotation genannt und kann im allerschlimmsten Fall vor allem dazu führen, dass das Hufbein durch die Sohle des Hufes nach unten durchbricht. Dies ist der Hufbeindurchbruch. Wenn sich die Lamellen der Verbindungsschicht voneinander lösen, kommt es zu einem Ausschuhen. Dies bedeutet, dass die Hornkapsel sicher abfällt.

 Wenn nun die Erkrankung so weit fortgeschritten oder so viel des betroffenen Gewebes zerstört worden ist, dann bleibt oft nur noch eine Nottötung. Daher ist es bei einer Laminitis sehr wichtig, richtig und auch sehr schnell darauf reagieren zu können. 

 

Die Ursachen für die Laminitis

Die vielfachsten Ursachen für die Hufreheerkrankungen sind in aller Regel eine falsche Fütterung, Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht und orthopädische Probleme bzw. falsche Belastungen des Hufs. So kann die Pferdegesundheit hierdurch erheblich beeinflusst werden. Die fütterungsbedingte Hufrehe tritt dabei am häufigsten auf.

 Die Ursachen der Laminitis sollten unbedingt geprüft werden, da nur in diesem Fall ein Wiederauftreten der Erkrankung verhindert bzw. die Krankheit überhaupt richtig geheilt werden kann, wenn die verantwortlichen Ursachen abgestellt werden. Ein guter Arzt zeichnet sich daher dadurch aus, dass er eine hinreichende Ursachenforschung betreibt und den Pferdehalter in Hinsicht auf eine Therapie bzw. Beseitigung der Ursachen berät. Hierzu gehört auch, dem Halter zu zeigen, wie er einem erneuten Schub vorbeugen kann. 

Aus diesem Grund sind die Ursachen ein besonders wichtiges Thema, mit welchem sich die Halter von Hufrehepferden in jedem Fall beschäftigen sollten. Das Tier wird es danken, denn mit Glück und Chance müssen die Pferde dann niemals wieder unter der Laminitis leiden und der Halter entsprechend auch nicht. Dies ist ein Grund, warum sich Arzt und Halter ausführlich mit den Ursachen der Erkrankung auseinandersetzen müssen und die verschiedenen Gründe ausführlich darstellen. Oftmals ist die Ursachenforschung etwas aufwendiger, zum Beispiel wenn Grunderkrankungen einmal diagnostiziert und behandelt werden müssen. Dies lohnt sich jedoch in jedem Fall.

Welches Futter tiergerecht ist bzw. welche Nahrung nicht, lässt sich sehr einfach mithilfe der Verhaltensforschung bei Wildpferden herausfinden. Im Vergleich zu anderen Spezies wie beispielsweise dem Hund hat sich die Physiologie der Verdauung des Pferdes in der Tierzüchtung nahezu nicht verändert. Der Verdauungstrakt des abgerichteten Pferdes ist noch immer genau der gleiche wie jener eins Wildpferdes. Daher bestehen die gleichen Anforderungen an das Futter.

Wilde Pferde leben in besonders kümmerlichen Landschaften und ernähren sich meist von besonders rohfaserreichen und energiearmen Kräutern, Gräsern, Wurzeln und Rinden von Bäumen. Um trotz dieser wenigen Energie in der Ernährung genügend hiervon zu erhalten, um weiter überleben zu können, nehmen die Pferde den ganzen Tag die Kost auf. Um eine solche ganz spezielle Nahrung aufrücken zu können und um die beständige Aufnahme sehr gut verarbeiten zu können, haben Pferde einen speziell auf die Nahrung eingegliederten Verdauungstrakt. Sie besitzen einen kleinen Magen mit unterschiedlichen pH-Werten, eine dauerhafte Herstellung ihrer Magensäure, einen kurzen Dünndarm, einen besonders langen Dickdarm mit einer auf das Futter genau abgestimmten Flora des Darms sowie einem neutralen pH-Wert-Niveau.

Nicht-artgerecht ist demnach alles, was nicht diesem besonderen Verdauungssystem oder dem Speiseplan der Tiere entspricht:

Dass das nicht-artgerechte Futter eine Laminitis auslösen kann, ist den meisten Haltern mittlerweile bekannt. Dass jedoch auch zu viel Futter ein Grund für die Reherkrankung sein kann, dagegen nur wenigen. Hierbei ist der Mechanismus jedoch der gleiche. Durch ein nicht artgerechtes Futter kommt es auf dem Verdauungsweg zu erheblichen Problemen, weil die Nahrung nicht an den Verdauungstrakt, an die Ph-Wert-Zonen sowie an das besondere Milieu angepasst ist. Hierdurch entstehen Giftstoffe, welche über die Schleimhäute des Verdauungstraktes in den Pferdekörper gelangen und sich danach in der Huflederhaut anhäufen, die Durchblutung aufhalten und auf diese Weise eine Entzündung als Laminitis verursachen.

 

Der besondere Verdauungsapparat bei Pferden ist jedoch nicht auf eine bestimmte Nahrung normiert, sondern auch auf eine gewisse Form der Nahrungsaufnahme. Weil das Tier aus einem sehr spärlichen Gebiet stammt, in welchem die Pferde wenig Masse dafür aber nahezu den ganzen Tag eine solche aufnehmen, ist der Magen nur auf die kleinen Mengen der energiearmen Nahrung ausgelegt. So überfordert viel und vor allem energiereiches Futter auf einmal den Magen und wandelt das Milieu des kompletten Verdauungstraktes negativ. In der Folge werden hier im Körper schwimmende Giftstoffe, welche sich in der Huflederhaut festsetzen setzen und die Hufrehe auslösen.

Es ist daher besonders wichtig, dass Pferde keinen direkten Zugang zu einem Lager für Kraftfutter haben und dass dieses Futter nur in kleinen Portionen über den ganzen Tag verteilt verfüttert wird, wenn es überhaupt notwendig ist. Denn etwa 95 bis 99 Prozent aller abgerichteten Pferde brauchen kein Kraftfutter, um genügend Energiereserven für das Reiten zu haben. Die meisten Pferde und auch Ponys werden meist überfüttert und leiden daher zu einer Energiearmut, geringer Leistungsfähigkeit und Müdigkeit.

Menschen reagieren auf eventuelles Übergewicht oftmals mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dagegen haben Pferde dieses Problem eher sehr selten. Dafür reagieren diese mit einer Laminitis auf das Übergewicht und dies mit einer hohen Wahrscheinlichkeit. Das Fett, welches sich auf dem Körper des Pferdes ansammelt, beginnt ab einer bestimmten Menge selbst Hormone zu bilden. Die Hormone stören den Stoffwechsel und es werden Giftstoffe hergestellt und zugleich sind die Entgiftungsorgane entkräftet und das Ergebnis ist eine Laminitis und Folgeerkrankungen wie Cushing bzw. das Metabolische Syndrom.

 

So ist das Übergewicht auf keinen Fall harmlos, sondern ein schlimmes Vergehen am Körper der Pferde und ein besonders großes gesundheitliches Risiko, welches die Gesundheit des Tieres auf Dauer ruinieren kann. Die ist nicht nur schlimm für das Tier selbst, sondern vor allem für den Halter. Die Krankheit ist mit Stress, Schmerzen und hohen finanziellen Ausgaben verbunden. Ist die Erkrankung chronisch, dann können lebenslang zu verabreichende Medikamente notwendig werden, welche viel Geld kosten. So ist es in jedem Falle besser, immer ein Auge auf das Gewicht des Pferdes zu haben und dies eventuell zu normalisieren.

 

Wer sein Pferd immer schon so dicklich kennt, neigt jedoch dazu, es als normalen Zustand zu empfinden und als solchen hinzunehmen. Doch leider wird dieser falsche Zustand nicht daher richtig, dass dieser schon lange falsch besteht. Umso gefährlicher ist er für die Pferde oder die Ponys. So sind die Pferdebesitzer angehalten, das Gewicht des Pferdes regelmäßig mit einer mobilen Pferdewaage zu prüfen oder eine neutrale Bewertung anhand des Body Condition Scores zu schätzen.

 

Die Arten der Laminitis

 

Je nach Auslöser oder Ursache der Laminitis werden generell verschiedene Arten der Krankheit differenziert. Hierzu gehören die Geburts-, die Futter-, die Belastungs-, die Hunger- und die Vergiftungsrehe.

 Die Futterrehe ist jene am häufigsten vorkommende Art. Daher wird im Zusammenhang von Laminitis auch oftmals von einer Zivilisationskrankheit gesprochen. Der Auslöser ist vor allem nicht-artgerechtes Futter. Dies sind alle Futtermittel, welche der natürlichen Ernährungsweise des Pferdes mit geringem Energiegehalt und viel Rohfaser nicht entsprechen. Dies ist bei Silage, Heulage. zu fettes Gras, zu hoch konzentriertes Futtermittel wie Müslis, Kraftfutter und verdauungsphysiologisch ungeeignetes Futtermittel wie Mais, Rübenschnitzel, Bananen, Weizen und Melasse der Fall.

Die Belastungsrehe ist eine Art der Laminitis, welche entstehen kann, wenn der Hufapparat sehr hohen und unnatürlichen Belastungen ausgesetzt ist. Dies geschieht beispielsweise dann, wenn die Hufen eine Form besitzen, die das Gewicht des Pferdes nicht gleichförmig auf alle Bestandteile der Hufe verteilt, sondern einige kaum und andere somit überlastet. Dies kann bei einer angeborenen Hufverformung, einer Fehlstellung und bei Verformungen der Fall sein, welche aufgrund von Bearbeitungsfehlern geschehen sowie bei chronischen Rehehufen, welche wegen langer Krankheit und schwerwiegender Hufreheschübe entstehen.

 Auch Fruktane lösen die Laminitis aus. Vor allem bei Pferden, welche ohnehin besonders gut im Futter sind, kann Fruktan jedoch nicht nur für ungesunde Pfunde sorgen, sondern auch die Laminitis auslösen. Eine gesteigerte Aufnahme des Vielfachzuckers veranlasst eine Übersäuerung des Darms und somit ein zahlreiches Absterben der natürlichen Mikroben. Außerdem bilden sich körpereigene Endotoxine, welche über den Darm den Blutkreislauf erreichen können und in den verzweigten Kapillaren der Lederhaut der Hufe diese Entzündung auslösen. 

Ein equines Cushing Syndrom wird bei Pferden auch Pituitary Pars Intermedia Dysfunction genannt und ist eine häufige Hormonstörung. Wird dieses Cushing Syndrom nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, dann treten in der Folge Folge häufig auch schwerwiegende Krankheiten wie die Laminitis oder Infektionen auf, welche mit hohen Leiden und aufwendigen Behandlungsarten für die Pferde verbunden sind. 

Ein equines metabolisches Syndrom (kurz EMS) ist eine immer häufiger auftretende Erkrankung des Stoffwechsels bei Pferden. Dies ist eine häufige Ursache für die Laminitis.

Die Erhöhung der Matrix-Metalloproteinase-Enzyme können ebenfalls ursächlich für die Krankheit sein. Zwei Enzyme, die Metalloproteinase-2 sowie die Metalloproteinase-9 sind hirefür verantwortlich. Bei einer Laminitis ist die Aktivität der Enzyme sehr erhöht und die Lederhaut der Hufe wird stark abgebaut als nötig. Hierdurch wird dieser zerstört und es kann zu einer Laminitis kommen.

 Die Hufrehe bei Fettleibigkeit (Hyperlipidämie) tritt besonders häufig auf. Fettleibige Pferde und Ponys, welche vor allem bei Hunger, Trächtigkeit und Transporten unter einem hohen Stress leiden, können diese Krankheit entwickeln.

 

Bei der Borreliose handelt es sich um eine Infizierung mit Borrelien, die bakteriell durch Zeckenbisse übertragen werden kann. Eine gravierende Erscheinung von Borreliose kann die Laminitis bei Pferden sein.

 Bei einer Vergiftung durch Pflanzen setzen sich die Giftstoffe in der Lederhaut der Hufe ab. Dies vermindert die Durchblutung. Dies zu einer Entzündung und damit zur Laminitis. 

Bei einer Geburt kann es ebenfalls geschehen, dass viele Giftstoffe gebildet werden, wenn zum Beispiel die Plazenta nicht korrekt abgeht. Dies ist ebenfalls eine Ursache der Laminitis.

 Der Organismus der Pferde ist auf eine fast durchgehende Nahrungsaufnahme ausgerichtet. Weil es so ist, wird auch dauerhaft Magensäure hergestellt. Bei anderen Tieren erfolgt dies nur, wenn auch gefressen wird. Die Säure greift die Magenschleimhaut nur in dem Fall nicht an, wenn der Magen immer mit energiearmer und rohfaserreicher Nahrung gefüllt ist oder nicht mehr als höchstens 4 Stunden leer ist. Wenn Pferde hungern, werden die Phasen ohne Nahrung erheblich größer und es entsteht ein Säureüberschuss im Magen, der langfristig betrachtet die Wände des Verdauungstraktes zerstört, weshalb Giftstoffe in den Körper gelangen. Zudem verschieben sich der pH-Wert und die Flora im Verdauungstrakt, was zu einer Durchlässigkeit der Magenwände führen kann. Die Folge ist eine Entgleisung des Metabolismus.

 

Die Symptome der Rehe 

Die ersten Zeichen einer Laminitis sind für Pferdebesitzer und Tierarzt und nur schwerlich zu erkennen. Je nach Typ äußert sich eine akute Rehe mit leichten Schmerzen. Bei einer Entzündung der Lederhaut des Hufes heben die Pferde die Hufe hoch und schnell wieder herunter, um diese unterschiedlich zu belasten. Im Trab und Schritt lahmt das Tier und oft wird es mit einem dumpfen Gang vertauscht. An der Arterie der Zehen, welche oberhalb des Gelenks der Hufe verläuft, ist eine höhere Pulsation zu verspüren. Die Hufe sind hierbei zudem ein wenig wärmer als im normalen Zustand. Beim Tasten mit einer Zange kann das Tier große Schmerzen haben, doch diese lassen sich meistens nicht anschaulich zuordnen.

Für eine gesicherte Therapie und Diagnose ist es außer der Untersuchung unerlässlich, sodass der Tierarzt die Hufe röntgt. Eine gute Hilfe bei der Erkennung versprechen außerdem thermografische Apperaturen.

 

Etwa 24 bis 72 Stunden nach dem Prozess, welcher die Entzündung der Lederhaut verursacht gestartet ist, treten auffallende Anzeichen einer Laminitis auf. In einem akuten Stadium versuchen die Pferde, die betroffene Hufe im Stand zu entlasten und nehmen eine kennzeichnende Stellung ein. Wenn die vorderen Hufen betroffen sind, streckt das Tier diese weit nach vorn, dass das Gewicht auf die hintere Hufe verlagert wird. Dies belastet den Trachten- und Ballenbereich der vorderen Hufe, welcher weniger schmerzt. Bei Laminitis an den hinteren Gliedmaßen stellen die Pferde diese weiter unter ihren Körper, um den Zehenbereich ebenfalls entlasten zu können.

Die erkrankten Hufe sind stets wärmer und am Fesselkopf ist eine vernehmliche Pulsation zu verspüren. Auf die bekannte Hufzangenprobe begegnet das Tier mit Schmerzen. Wenn sich die Hufbeinlage schon verändert hat (Rotation), ist eine Delle im Kronrandbereich zu spüren. In einem akuten Stadium haben viele Pferde so starke Schmerzen, dass diese sich nicht bewegen können. Wenn eine Untersuchung auf Lahmheit möglich ist, kann festgestellt werden, dass die Tiere auf hartem Boden mehr lahmen als auf einem weichem. Zudem zeigen sie bei Beugungen und Wendungen erhebliche Probleme. Wenn die Krankheit bereits weiter fortgeschritten ist, kann es zu einem Ausschuhen und Sohlen kommen. Das Tier läuft dann meistens und steht fast nicht mehr. Die meiste Zeit hingegen liegt es und streckt die Beine abwechselnd aus und winkelt diese dann schnell wieder an. Oftmals stöhnen die Pferde aufgrund der starken Schmerzen. Vor einem Durchbruch kann sich die Hufe kalt anfühlen, da die Blutgefäße abgedrückt werden.

Kommt zu einer Drehung des Hufbeins oder ist das Tier schon mehr als 48 Stunden lahmt, wird auch von einer chronischen Laminitis gesprochen – wobei die Pferde in diesem Stadium nicht unbedingt lahm gehen müssen. Die Phase kann sich auch über mehrere Tage hinziehen. Einige Pferde sind auch ein Leben lang von der Laminitis betroffen. Bei einer chronischen Rehe weist die Hufe oftmals verschiedene Merkmale auf. Hierzu gehört, dass die Hornringe nicht parallel verlaufen und die Wand der Zehen konkav verläuft und damit einseitig gewölbt ist. Es kann außerdem eine Knolle formen. Zudem ist die weiße Zone sehr verbreitet und die Sohle gewölbt. Gleichzeitig hat der Huf hat eine verminderte Hornqualität.

Heimtückischerweise sind die ersten Zeichen einer Laminitis oftmals nur sehr schwer zu erkennen. Je nach Typ des Pferdes äußert sich eine akute Rehe mit eher leichten bis zu schwerwiegenden Schmerzen. Die kleineren Ponys lassen sich hierbei meistens eher weniger anmerken als größere Pferde.

Bei einer leichteren Entzündung der Lederhaut heben die Pferde die betroffenen Hufe immer wieder hoch und runter, um diese wechselnd zu belasten. Das Tier wird widerwärtig beim Hufe geben bzw. auskratzen und es lehnt sich beim Heben an den Reiter. Zudem reagiert das Tier sensibel beim Schmied.

Im Trab und Schritt lahmt das Tier zumeist undeutlich und geht gebunden. Vor allem auf härterem Boden ist dies der Fall. 

Zur Diagnose gibt es besondere Untersuchungsschritte, die zum Beispiel auch in den Seminaren für Besitzer von Pferden geübt werden. Diese gehören zu den Maßnahmen der ersten Hilfe.

 

Für eine gesicherte Therapie und Diagnose ist es außer einer klinischen Untersuchung unbedingt notwendig, dass ein Tierarzt die Hufe röntgt. Auf diese Weise lässt sich der weitere Behandlungsverlauf sicher dokumentieren, die Änderungen am Hufbein und die Ausrichtung zur Kapsel der Hufe beurteilen und die beste Unterstützung oder nötigen Korrektur bestimmen.

Oftmals tritt bei den Pferden aller Regel schon ein fortgeschrittenes bzw. chronisches Stadium auf. In dem sogenannten Übergangsstadium versucht das Tier immer, die kranke Hufe im Stand entlasten zu können und nimmt eine sichere Stellung ein

Der Kronrand als oberer Rand der Kapsel ist leicht angeschwollen und die Tiere zeigen einen gebremsten, steifen und vorsichtigen Gang oder sie gehen lahm. In einem akuten Krankheitsstadium pulsieren die Gefäße des Fesselkopfes.

Beeinträchtigt die Laminitis die Hufe des Pferdes, dann lässt sich generell beobachten, dass das Tier versucht, das gesamte Bein weitestgehend zu entlasten. Sind gleich mehrere Hufe von der Krankheit betroffen, dann verlagert das Tier das Gewicht auf die gesunden Beine.

Die Pferde belasten den Trachten- und Ballenbereich der Vorderhufe, welcher wenig schmerzhaft ist und oftmals schaufeln sich die Tiere bei der Einstreu kleine Hügel zur Entlastung.

Bei der Laminitis an den Hintergliedmaßen stellen die Pferde diese weit unter ihren Organismus, um vor allem den Bereich der Zehen zu entlasten. Wenn nur die Hinterhufe betroffen sind, lassen sich meist nur schwerlich die Hintergliedmaßen anheben.

Wenn sich die Lage des Hufbeins schon verändert hat, dass ist oft eine Einziehung in der Region des vorderen Kronsaums zu verspüren. In einem ersten Stadium haben einige Tiere oftmals solche Schmerzen, dass diese sich nicht bewegen können. Außerdem zeigen die Pferde in Wendungen einen charakteristischen Wendeschmerz und fußen meist über ihre Trachte.

 

Je weiter die Laminitis ohne entsprechende Therapie fortschreitet, kann es vor allem zu einem Sohlendurchbruch kommen. In jenem Stadium bewegen sich die Tiere nicht freiwillig, sondern sie zeigen massive Anzeichen von Schmerzen und die warmen Hufe fühlen sich wegen der geringeren Durchblutung auch kälter an.

 

Die Behandlung der Rehe bei Pferden

Um die Schmerzen bei der Laminitis zu bessern, empfiehlt es sich, den erkrankten Huf öfter zu kühlen. Zudem behandelt der Tierarzt die Rehe bei einem Pferd in erster Linie mit orthopädischen Therapieformen. Diese sollen die erkrankten Teile der Hufe sicher entlasten, wenn das Pferd die gesunden Teile stärker belastet. Damit der vordere Teil des Hufs entlastet wird, sägt ein Tierarzt hierbei etwa das erste Drittel des Hufs über dem Eisen ein. Dies ist die sogenannte Zehenschwebe. 

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