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Für Pferde giftige Pflanzen: Schwarzes Bilsenkraut, Schwarze Tollkirsche und Stechapfel

Unsere Pferde lieben es an gewissen Kräutern und Büschen zu naschen. Während das zwar recht süß aussieht und eigentlich ganz harmlos wirkt, kann dies durchaus gefährlich werden. Immerhin gibt es auch in Deutschland und den Nachbarländern einige Pflanzen, die für unsere Vierbeiner giftig sind. 

Wildpferde haben meist noch einen sehr guten Instinkt und wissen, welche Pflanzen sie lieber nicht fressen sollten. Bei unseren domestizierten Pferden ist dies jedoch oft nicht mehr gewährleistet. Daher sollte sich jeder Reiter mit den giftigen Pflanzen in seiner direkten Umgebung auskennen. Und diese identifizieren können.

Dazu gehören unter anderem das Schwarze Bilsenkraut, die Schwarze Tollkirsche und der Stechapfel. Die drei Pflanzen beinhalten weitestgehend dieselben Giftstoffe und haben daher auch einige Symptome gemeinsam. Am besten solltest du alle drei Pflanzen identifizieren können und die Symptome zu deuten wissen. 

 

Die Eigenschaften der Giftpflanzen

Das Schwarze Bilsenkraut wächst besonders gerne auf stickstoffhaltigen Böden. Dazu zählen unter anderem Mauern und Schuttplätze. Die Pflanze wird in der Regel bis zu 60 cm hoch und besitzt gezähnte Laubblätter. Die Blüten sind gelb, sehen etwas schmutzig aus und verfügen außerdem über kleine violette Äderchen. Von dem Schwarzen Bilsenkraut geht ein sehr unangenehmer Geruch aus. Viele Pferde möchten die Pflanze daher gar nicht erst fressen. Darauf können wir uns jedoch nicht verlassen und daher ist dennoch Vorsicht geboten. 

 

Die Tollkirsche ist vor allem an Waldrändern, Lichtungen und Kahlschlägen vorzufinden. Laub- und Mischwälder oder Gegenden mit humusreichen und kalkhaltigen Böden haben ebenfalls ein besonders hohes Vorkommen von Tollkirschen. Eine Pflanze der Tollkirsche kann bis zu zwei Meter hoch werden und wächst als Staude. Ihre Blätter haben die Form eines Eies, verfügen über einen sehr glatten Rand und wachsen stets paarweise direkt am Stiel. Dabei ist ein Blatt in der Regel größer als das andere. Die Blüten selbst sind braun-violett. In der Blütezeit trägt die Tollkirsche außerdem kleine kirschgroße Beerenfrüchte. Sie glänzen tiefschwarz, sehen lecker aus, sind jedoch hochgiftig.

 

Ödland, Schutt und der Wegesrand sind beliebte Plätze für den Stechapfel. Die Pflanze braucht ebenfalls einen stickstoffhaltigen Boden und ist daher oft in denselben Gegenden, wie das Schwarze Bilsenkraut anzufinden. Der Stechapfel ist eine sehr buschige und aufrecht wachsende Pflanze. In der Regel ist sie irgendwo zwischen 0,2 und 1,2 Meter groß. In Ausnahmefällen kann sie jedoch auch bis zu zwei Meter erreichen. Die komplette Pflanze ist normalerweise grün, kann oft jedoch etwas violett schimmern. Der Stängel selbst wächst sehr kahl und gabelt sich eventuell ein paar Mal. Während der Blütezeit hat der Stechapfel weiße zylindrische Kelche, die an eine Engelstrompete erinnern. Die Blüte selbst ragt aus einer kronenartigen Basis heraus. Die Blätter, die um den Kelch herum wachsen sind entweder weiß, violett oder auch lavendelfarben.

 

Warum sind die Pflanzen giftig?

Die drei Pflanzen haben zwei Giftstoffe gemeinsam und das sind (S)-Hyoscyamin und Scopolamin. Daher teilen sich diese Pflanzen einige Symptome und es ist oft schwierig festzustellen, welche Pflanze die Vergiftung ausgelöst hat. Da die Giftstoffe aber identisch sind, ist auch die Behandlung identisch oder wenigstens sehr ähnlich. Daher haben wir uns entschieden, diese drei Pflanzen in einem Beitrag zusammenzufassen. 

Das Schwarzen Bilsenkraut beinhaltet ausschließlich (S)-Hyoscyamin und Scopolamin. Die höchste Dosis befindet sich in den Wurzeln und in den Samen. Es ist jedoch die komplette Pflanze giftig. Während selbst bei kleineren Mengen bereits Symptome auftreten können, braucht es etwa 300 g der Wurzeln und Samen für eine tödliche Dosis.

Die Tollkirsche enthält Alkaloid Atropin und ebenfalls (S)-Hyoscyamin und Scopolamin. Diese Giftstoffe sind bereits in sehr kleinen Mengen höchst giftig. Daher zählt die Tollkirsche zu den gefährlichsten Giftpflanzen. Bereits 120 g der Blätter können bei unseren Pferden zu einer starken Vergiftung führen. 

Neben den zwei bereits erwähnten Giftstoffen enthält der Stechapfel auch noch (R)-Hyoscyamin. Das gefährliche dieser Pflanze ist, dass das Gift selbst beim Austrocknen der Pflanze nicht verschwindet. Außerdem braucht es nur ein paar Gramm, bis erste Vergiftungserscheinungen auftreten. 

 

Woran erkenne ich eine Vergiftung?

Eine Vergiftung durch die Giftstoffe (S)-Hyoscyamin und Scopolamin kann durch trockene Schleimhäute, Schluckbeschwerden und erhöhten Durst auffallen. Häufig kommt es jedoch auch zu Sehstörungen, erhöhter Pulsfrequenz, Fieber und Herzklopfen. In wirklich schlimmen Fällen kann es auch zu Störungen im Bewegungsablauf und Atemlähmung kommen. Dies würde letztendlich sogar zum Tod führen

 

Obwohl das Schwarze Bilsenkraut, die Schwarze Tollkirsche und der Stechapfel einige Symptome gemeinsam haben, gibt es dennoch ein paar Kleinigkeiten, die sich voneinander unterscheiden. Bei dem Stechapfel und der Tollkirsche kommt es zum Beispiel auch zu Durchfall und erhöhter Urinausscheidung. Der Schwarze Schierling sorgt dagegen eher für Verstopfung. 

 

Was muss bei einer Vergiftung gemacht werden? 

Egal ob Giftpflanze auf der Koppel entdeckt wurden oder nicht, du solltest dein Pferd immer genau im Blick behalten. Kommt es zu Veränderung an der Verdauung, dem Fressverhalten oder dem normalen Auftreten sollte dies frühestmöglich erkannt werden. Solltest du eines oder mehrere der oben genannten Symptome an deinem Pferd erkennen, sollte umgehend der Tierarzt gerufen werden. 

 

Mit einer Vergiftung ist nicht zu Scherzen. Ein Tag, oder auch Stunden oder Minuten können hier über Leben und Tod entscheiden. Dasselbe gilt auch, wenn du gesehen hast, wie dein Pferd eine der drei Giftpflanzen gefressen hat. Rufe besser sofort den Tierarzt und warte nicht erst bis Symptome auftreten. Je früher das Pferd behandelt wird, desto besser die Heilungschancen. 

Oft ist es für den Tierarzt fast unmöglich, die Ursache der Vergiftung festzustellen. Er kann meist nur die Symptome behandeln. Nur wenn er die Ursache der Vergiftung und den Giftstoff selbst kennt, kann er das Pferd bestmöglich behandeln. Daher ist es Gold wert, wenn du die Giftpflanzen erkennen kannst. Hast du sie auf der Koppel gefunden oder dein Pferd dabei erwischt, wie es eine der Pflanzen im Gelände gefressen hat? Teile das dem Tierarzt am besten bereits am Telefon mit. Er kann die richtigen Gegenmittel dann direkt zur Behandlung mitbringen. 

Wer sich nicht sicher ist, um welche Pflanze es sich handelt, sollte am besten eine Pflanze ausreisen und dem Tierarzt vorlegen. Er wird diese sicher identifizieren und somit die richtige Behandlung einleiten können. 

 

Sobald du den Tierarzt gerufen hast, heißt es Geduld üben. Du solltest das Pferd auf keinen Fall alleine lassen. Falls es noch in der Lage ist, solltest du es gemütlich über den Hof führen. Die Bewegung hält den ganzen Kreislauf in Gang und verhindert eventuell eine Verschlimmerung der Vergiftung. Ist das Pferd nicht mehr stark genug, solltest du es in der Box stehen lassen. Stelle jedoch sicher, dass diese gut eingestreut ist. Dein Pferd kann eventuell kollabieren und eine gute eingestreute Box kann hier Verletzungen verhindern. 

 

Du solltest zusätzlich sicherstellen, dass dem Pferd jeder Zeit genug Wasser zur Verfügung steht. Da die Giftpflanzen den Körper oft austrocknen, wird das Pferd vermehrt durstig sein. Das aufgenommene Wasser kann außerdem dabei helfen, die Giftstoffe wieder auszuleiten. Selbst wenn das Pferd hungrig scheint, solltest du Futter auf jeden Fall von deinem Pferd fernhalten. Eventuell muss der Tierarzt abführende Mittel verabreichen oder gar den Magen auspumpen. Je leerer der Magen ist, desto einfacher wird die Behandlung. 

  

Wie kann ich eine Vergiftung vorbeugen?

Jeder Pferdebesitzer sollte regelmäßig die Koppel und den Paddock nach Pflanzen absuchen. Triffst du hier auf eine der Giftpflanzen muss diese sofort entsorgt werden. Wer eine Pflanze findet, die er nicht eindeutig identifizieren kann, sollte sie dennoch lieber entfernen. Es empfiehlt sich die Pflanze von einem Spezialisten identifizieren zu lassen. Dies kann entweder ein Tierarzt oder auch ein anderer Pferdebesitzer sein. 

 

Die Entfernung der Giftpflanzen sollte sehr gründlich erfolgen. Ein reines Abmähen ist hier meist nicht genug. Im besten Fall reißt du die Pflanze mit der Wurzel heraus oder gräbst sie gar aus. Um eine neue Verbreitung der Pflanze zu verhindern, sollten die entfernten Pflanzen direkt im Restmüll landen. Wirfst du sie auf den Misthaufen oder den Kompost kann sie sich hier erneut ausbreiten.

 

Leider kommt es immer wieder vor, dass diverse Giftpflanzen im Heu unserer Pferde landen. Einige Bauern mähen ihre Wiesen einfach ab, ohne diese vorher auf giftige Pflanzen zu untersuchen. Daher sollte das Heu unserer Pferde täglich auf getrocknete Giftpflanzen untersucht werden. Somit können wir einer Vergiftung am effektivsten Vorbeugen. 

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