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Für Pferde giftige Pflanzen: Graukresse

Alle Pferdebesitzer und Reiter sollten sich mit den örtlichen Pflanzen auskennen und wissen, welche unbedenklich und welche gefährlich sind. Leider gibt es so einige Pflanzen, die sich auf unseren Koppeln und Wiesen breitmachen und eine große Gefahr für unsere Pferde darstellen. 

Eine dieser Pflanzen ist die Graukresse. Diese Pflanze breitet sich gerade über die letzten paar Jahre besonders gerne auf unseren Koppeln aus. Das liegt vor allem an der Dürre, welche über die letzten drei Jahre in Deutschland immer mehr geworden ist. 

Da es sich bei der Graukresse in vielen Gegenden um eine fast „neuartige“ Pflanze handelt, ist sie meist noch eher weniger bekannt. Da sich die Pflanze in unseren Breitengraden jedoch immer mehr ausbreitet, sollten Pferdebesitzer und Reiter sich ausgiebig über die Pflanze informieren. 

 

Wie erkenne ich Graukresse?

Die Graukresse erreicht ausgewachsen eine Größe von etwa 20 bis 110 cm. Meistens besteht die Pflanze aus nur einem oder ein paar wenigen Stängeln. Diese stehen in der Regel sehr aufrecht und haben viele Verzweigungen. Die komplette Pflanze ist von einem grau-grünen Filz überzogen. Daher rührt auch der Name Graukresse.

Dieser Filz macht die Pflanze sehr widerstandsfähig und schützt sie besonders vor Austrocknung. Die Blütentraube selbst ist sehr dicht und hat einige weiße Blütenblätter. Die Blätter haben dagegen eine lanzettliche Form und sind ganzrandig.

Wie bereits erwähnt breitet sich die Graukresse hauptsächlich aufgrund der letztjährigen Dürre bei uns aus. Das belegt bereits ihre Widerstandsfähigkeit und erklärt auch warum sie sich vor allem auf trockenen Böden ausbreitet. Gerade auf Brachflächen, Schuttplätzen, Bahndämmen und an Häfen ist die Graukresse besonders oft anzutreffen. 

Die Graukresse wächst ebenfalls besonders gerne auf Flächen mit einer kaputten Grasnarbe oder auch auf Kies- und Sandböden. Auch an Wegesrändern taucht sie häufig auf. Hier sollte also besondere Vorsicht geboten sein.

 

Warum ist das Graukresse für Pferde giftig?

Die Graukresse enthält Senfölgylcoside und einen Giftstoff, der bisher noch eher unbekannt und daher ziemlich unerforscht ist. Es ist jedoch bereits bekannt, dass gerade Pferde sehr sensibel auf diesen noch eher unbekannten Giftstoff reagieren. Für Menschen scheint die Pflanze dagegen absolut unschädlich zu sein. 

Für Pferde ist die Pflanze dagegen als hochgiftig eingestuft, da sie bei diesen bereits innerhalb ein bis zwei Tagen zum Tod führen. Dabei ist es egal, ob das Pferd den Stängel, die Blätter oder die Blüte frisst. An der Graukresse ist wirklich jeder einzelne Bestandteil giftig. 

Einige Giftpflanzen verlieren ihre Toxizität nach dem Trocknen, dies ist bei der Graukresse jedoch nicht der Fall. Daher kann sie selbst im Heu oder abgeschnitten am Wiesenrand oder der Koppel noch genauso großen Schaden anrichten. 

 

Symptome bei einer Vergiftung durch Graukresse?

Die Symptome variieren stark und je nach Menge der gefressenen Graukresse. Kleinere Mengen können bei dem Pferd zum Beispiel Fieber oder Hufrehe auslösen. Bei größeren Mengen können sogar Ödeme an den Gliedmaßen auftreten. Weitere Anzeichen sind auch Bewegungsunlust, eine plötzlich auftretende Steifheit der Glieder und Lahmen des Pferdes. 

Ebenso können Fressunlust und ein erhöhter Puls ein Anzeichen für eine Vergiftung durch Graukresse sein. Bei trächtigen Stuten kann die Vergiftung sogar zu einer Totgeburt führen. Weitere Symptome sind auch Dehydration und Blut im Urin oder im Kot. 

Frisst das Pferd eine wirklich große Menge der Graukresse kann es sogar zum Tod des Pferdes kommen und das in nur ein bis zwei Tagen. Die Vergiftung durch Graukresse sollte daher durchaus ernst genommen und früh behandelt werden. Umso wichtiger ist es, sich die Merkmale der Graukresse genau einzuprägen, um diese sowohl auf der Weide als auch am Wiesenrand identifizieren zu können. 

 

Wie kann eine Vergiftung vorgebeugt werden?

Hier gilt dieselbe Regel, wie bei allen giftigen Pflanzen: Pflanze erkennen und vom Pferd fernhalten ist das A und O. Dafür sollte die Koppel regelmäßig auf giftige Pflanzen abgesucht werden. Pflanzen die hier verdächtig aussehen, sollten umgehend entfernt werden. Pflanzen, die du selbst nicht identifizieren kannst, solltest du zur Not ebenfalls entfernen oder von einem Tierarzt oder anderen Spezialisten identifizieren lassen. 

 

Da einige Giftpflanzen, wie eben auch die Graukresse, selbst im trockenen Zustand gefährlich sind, sollte auch das Heu regelmäßig untersucht werden. Vor der täglichen Fütterung sollte das Heu daher auf Graukresse und andere getrocknete Pflanzen untersucht werden. 

Am besten trainierst du deinem Pferd an, dass es im Gelände nichts frisst. Immerhin können wir nicht jedes Mal vor dem Ausritt das komplette Gelände auf giftige Pflanzen untersuchen und eine Identifizierung der Pflanzen beim Vorbereiten ist auch nicht immer möglich. Frisst das Pferd beim Ausreiten einfach überhaupt nichts, besteht auch keine Gefahr einer Vergiftung. 

 

Wie kann ich die Graukresse entfernen?

Sollte die Graukresse auf der Weide auftreten, sollte sie umgehend entfernt werden. Dies sollte jedoch mit hoher Vorsicht gemacht werden. Immerhin hat jede einzelne Pflanze der Graukresse eine sehr hohe Keimfähigkeit und kann bis zu 7.000 Samen produzieren.

Wird die Graukresse einfach abgemäht, können sich die Samen auf der Wiese verbreiten und neue Pflanze würden direkt nachwachsen. Daher sollte jede einzelne Pflanze entweder mit der Wurzel ausgerissen oder im besten Fall sogar ausgegraben werden. 

Auf keinen Fall sollten die entfernten Pflanzen einfach auf der Weide liegen gelassen werden. Selbst auf dem Misthaufen oder dem Kompost könnte sich die Graukresse erneut verbreiten. Am besten landen die Pflanzen direkt im Restmüll und werden somit endgültig entfernt.

Sollte sich die Graukresse bereits großflächig ausgebreitet haben, bevor sie bemerkt wird, hilft meist nur noch eine chemische Behandlung. Dabei werden die Pflanzen zuerst eingesprüht und dabei abgetötet. Anschließend können sie gemäht und entsorgt werden. Somit werden die Ausbreitung der Samen und ein erneutes Wachstum der Pflanze verhindert. 

 

Was muss bei einer Vergiftung durch Graukresse unternommen werden?

Bei dem Auftreten einer oder mehrerer der oben erwähnten Symptome muss umgehend der Tierarzt angerufen werden. Der Tod des Tieres kann bereits nach ein bis zwei Tagen eintreten. Daher sollte hier keine Minute vergeudet werden.  

Hast du dein Pferd dabei erwischt, wie es die Graukresse gar gefressen hat, solltest du sogar bereits vor dem Auftreten von Symptomen den Tierarzt rufen. Umso früher reagiert wird, desto früher und besser kann das Pferd behandelt werden. 

Vergiftungserscheinungen verschiedener Pflanzen unterscheiden sich oft nur minimal voneinander und daher ist es für den Tierarzt oft sehr schwer festzustellen, woher die Vergiftung genau kommt. Umso besser ist es, ihm mitzuteilen, wenn du dir wirklich sicher bist, dass dein Pferd Graukresse gefressen hat. 

 

Der Tierarzt kann mit dieser Information direkt die richtigen Gegenmittel geben und das Pferd bestmöglich behandeln. Im Idealfall reißt du eine der Pflanzen sogar aus und zeigst sie dem Tierarzt. Somit kann die Pflanze eindeutig identifiziert und die richtige Behandlung eingeleitet werden. 

Sobald du Vergiftungserscheinungen bemerkt und den Tierarzt gerufen hast, solltest du dein Pferd bestmöglich in Bewegung halten. Du kannst es langsam über den Hof führen und dort auf den Tierarzt warten. Sollte das Pferd nicht mehr richtig laufen können, stellst du es am besten in eine weich „gepolsterte“ Box. Damit kannst du eventuelle Verletzungen verhindern, sollte das Pferd zusammensacken oder gar umfallen. 

Es ist wichtig dem Pferd ständig ausreichend Wasser zur Verfügung zu stellen. Je mehr es trinkt, desto besser kann der Körper die Giftstoffe selbst wieder ausleiten. Die Aufnahme von Futter (egal ob Pellets, Hafer oder Heu) solltest du jedoch erst einmal komplett unterbinden. 

Eventuell wird der Tierarzt ausleitende Mittel verabreichen oder gar den Magen auspumpen müssen. Zusätzliche Nahrung im Magen macht dies für das Pferd nur noch schwieriger und belastet den kompletten Organismus. Sollte es gar zu einer Notoperation kommen, ist es ebenfalls hilfreich, wenn der Pferdemagen so leer wie nur möglich ist. 

 

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