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Für Pferde giftige Pflanzen: Gefleckter Schierling

Es gibt einfach nichts Besseres als einen entspannten und endlosen Ausritt. Doch wir kennen alle auch unsere verfressenen Pferde und nicht selten wollen diese einfach einmal ein paar Blätter von einem Strauch abreißen oder unterwegs etwas Gras mitnehmen. Doch das ist nicht ungefährlich. Immerhin gibt es auch in unseren Breitengraden so einige giftige Pflanzen, die für das Pferd sogar tödlich sein können. 

Daher ist beim Ausreiten als auch auf der Koppel höchste Vorsicht geboten. Jeder Reiter sollte die tödlichen Pflanzen kennen, regelmäßig die Koppel nach diesen absuchen und dem Pferd die Naschereien beim Ausreiten am besten komplett verbieten.  

Eine dieser besonders giftigen Pflanzen ist der gefleckte Schierling. Er kann bereits in sehr geringen Mengen tödlich sein. Daher sollte das Pferd auf keinen Fall in Versuchung gebracht werden. Lies in diesem Beitrag mehr über diese Pflanze, lerne wie du sie erkennst, was die Anzeichen für eine Vergiftung sind und welche erste Hilfe du leisten könntest. 

 

Die Eigenschaften der Pflanze

Der gefleckte Schierling sieht zu seiner Blütezeit besonders schön und eher weniger giftig aus. Er gehört zu den Doldengewächsen und kann bis zu zwei Meter hochwachsen. Er lässt sich besonders oft auf Brachflächen finden und manchmal auch auf Feldern oder am Straßenrand. In Gegenden, die von Menschen genutzt werden, ist die Pflanze eher selten anzutreffen. 

Die spindelförmige Wurzel der Pflanze ist weißlich und die Stängel sind hohl und mit einem blauen Reif bedeckt. Sie ähneln daher sehr den Stängeln einer Pflaume, jedoch haben sie im unteren Teil des Gewächses zusätzlich oft rote Punkte. 

 

Was an der Pflanze besonders gefährlich ist die Ähnlichkeit zu vielen anderen essbaren Pflanzen. Dazu zählt unter anderem Petersilie, Schafgarbe und Kerbel. Eine besonders gute Methode den Schierling zu erkennen, ist sein Geruch. Oft wird dieser mit Mäuse-Urin verglichen. Er ist auf jeden Fall sehr unangenehm und sticht sofort in die Nase. 

Der gefleckte Schierling blüht in der Regel von Juni bis September. In dieser Zeit trägt eine Pflanze bis zu 20 Doldenstrahlen. Diese sind mit kleinen, dünnen Haaren versehen und tragen sowohl weiße Blüten als auch die dreieckigen Blätter.

 

Das Gift des Schierlings

Doch was ist nun so besonders giftig an dieser schönen Pflanze? Tatsächlich befinden sich in der Pflanze gleich mehrere Toxine. Das Giftigste von diesen ist jedoch das Alkaloid Pseudoalkaloid Coniin. Es ist nicht nur für unsere geliebten Pferde giftig, sondern auch für den Menschen sehr gefährlich. Bereits eine geringe Menge von 0,5 bis 1g sind für einen Erwachsenen tödlich.

 

Die höchste Konzentration dieses Giftes ist in den unreifen Früchten der Pflanze zu finden. Doch generell gilt, Finger weg von allen Bestandteilen des Schierlings, denn das Gift verbreitet sich in der ganzen Pflanze. Es befinden sich hier ungefähr 1,5 bis 2 % der tödlichen Ration in einer Pflanze. 

Um mit diesem Anteil eine tödliche Menge für das Pferd zu erreichen, müssten etwa 3 kg der Pflanze verzehrt werden. Das ist durchaus einiges und daher ist bei einem kleinen Bissen nicht direkt Panik, aber dennoch große Vorsicht angesagt.

 

Die Wirkung des Giftes

Das Gift wirkt sich hauptsächlich auf das Nervensystem aus. Oft fühlt sich die Haut etwas betäubt an. Bei einer größeren Dosis kommt es auch zu Muskelzuckungen, erweiterten Pupillen und Lähmungserscheinungen. 

 

Weitere Anzeichen können auch ein verstärkter Speichelfluss, Zittern, Koliken oder Gleichgewichtsstörungen sein. Bei einer Überdosierung kommt es letztendlich zu einer Atemlähmung, was letztendlich zum Tod führen kann. Daher sollten vorherige Anzeichen durchaus ernst genommen werden. 

 

Vorbeugung

Nachdem wir nun wissen, wie wir die Pflanze erkennen und welche Anzeichen es für eine Vergiftung gibt, ist es besonders wichtig über die Vorbeugung zu sprechen. Generell empfiehlt es sich dem Pferd beizubringen beim Ausreiten nicht ständig zu naschen. Neben dem gefleckten Schierling gibt es zahlreiche andere giftige Pflanzenarten und nur wenige Reiter kennen diese alle. Im Zweifelsfall also lieber gar nichts fressen. 

 

Viele Pferdebesitzer vertreten die Meinung, dass ein Pferd schon weiß, was es fressen kann und was nicht. Das mag für Wildpferde durchaus zutreffen. Diese sind noch mehr mit der Natur verbunden und täglich auf ihre eigenen Instinkte angewiesen. Unsere Pferde sind jedoch domestiziert und ihre Instinkte sind daher nicht mehr, was sie einmal waren. Daher brauchen sie unsere Unterstützung. 

 

Neben dem Fressverbot während des Ausreitens, ist es gleichzeitig auch wichtig die Koppel regelmäßig abzusuchen. Hier kannst du auf unbekannte Pflanzen oder eben auch den gefleckten Schierling achten, was durchaus Leben retten kann. Gerade auf der Koppel hätte das Pferd viel Zeit eine große Menge der Pflanze zu fressen. Wer einen gefleckten Schierling auf der Koppel findet, sollte diesen natürlich sofort entfernen. 

Doch worauf kommt es bei der Entfernung an? Ein reines Abmähen der Wiese ist bei auf einen Fall genug. Hierdurch kann sich der Samen der Pflanze noch weiter verteilen und die Pflanze wird bald nur noch so sprießen. Stattdessen sollte die Pflanze mit samt der Wurzel ausgegraben werden. Nur so kann ein erneutes Wachstum verhindert werden. 

 

Bei der Arbeit mit der Giftpflanze sollten auf jeden Fall Handschuhe getragen werden. Während die Pflanze zwar auf der Haut direkt keinen Schaden anrichten kann, kann sie durch kleine Verletzungen in den Körper eindringen. 

Die ausgegrabene Pflanze sollte anschließend direkt über den Biomüll entfernt werden. Auf keinen Fall einfach über den Weidezaun oder irgendwo anders hinwerfen. Somit kann eine Verteilung der Samen und erneutes Wachstum unterbunden werden. 

 

Leider tauchen auch in Heu und Silage immer wieder giftige Pflanzen auf. Wer selbst verfüttert, sollte Heu und Silage immer auf giftige Pflanzen untersuchen. Selbst im getrockneten Zustand können viele Giftstoffe noch ordentlich Schaden anrichten. 

 

Das Pferd ist vergiftet – und nun? 

Doch was gilt es zu tun, wenn das Pferd trotzt aller Vorsichtmaßnahmen etwas von dem gefleckten Schierling gefressen hat? Hast du gesehen wie dein Pferd den Schierling gefressen hat, oder hast du Symptome einer Vergiftung an deinem Pferd bemerkt? In beiden Fällen solltest du umgehend den Tierarzt rufen. 

Für diesen ist es natürlich besonders hilfreich, wenn er weiß, welche Pflanze dein Pferd gefressen hat. Daher ist es besonders wichtig die gängigsten Giftpflanzen zu kennen. Gleichzeitig solltest du dein Pferd genau beobachten, damit du dem Tierarzt alle Symptome aufzählen kannst. 

Während du auf den Tierarzt wartest, solltest du deinem Pferd auf keinen Fall etwas zu fressen geben. Nicht einmal Heu. Stelle ihm jedoch jede Menge Wasser bereit. Es empfiehlt sich da Pferd entweder zu führen oder in die Box zu stellen. Diese sollte jedoch sehr dick eingestreut sein. Im Fall einer Kolik oder eines Krampfanfalles kann dies die Verletzungsgefahr verringern. 

Die Behandlung des Tierarztes wird stark von der Schwere der Vergiftung abhängen. Oft können eine Infusion und diverse Tabletten (zum Beispiel Aktivkohle) bereits ausreichend sein. In anderen Fällen muss der Magen entleert werden. Ist die Giftpflanze nicht bekannt, ist die Behandlung oft sehr mühsam. Nicht selten wird der Mageninhalt analysiert, um die Ursache festzustellen. Umso wichtiger ist es die gängigsten Giftpflanzen zu kennen. 

 

Fazit – gefleckter Schierling

In der Regel ist der strenge Geruch bereits nicht sehr einladend für das Pferd. Dennoch solltest du die Pflanze erkennen, denn bereits kleine Mengen können einen großen Schaden anrichten. Regelmäßiges Absuchen der Koppel, Fressverbot bei Ausritten und vorsichtiges Füttern von Heu und Silage können die Wahrscheinlichkeit für eine Vergiftung drastisch reduzieren aber nicht komplett verhindern. 

Neben dem gefleckten Schierling gibt es noch einige andere heimische Giftpflanzen, die du durchaus kennen solltest. Um dir mehr Informationen darüber zu bieten, haben wir dazu einige weitere Blogbeiträge geschrieben. Schau dich dazu doch einfach einmal auf unserer Seite um. 

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