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Für Pferde giftige Pflanzen: Fingerhut

Wir lieben unsere Pferde und daher würden wir alles für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden machen. Um dies gewährleisten zu können, sollte das Pferd nicht nur täglich bewegt, sondern auch gesund ernährt werden. Doch bei dem Thema gesunde Ernährung denken die meisten direkt an Hafer, Heu und Co. Für nur wenige Pferdebesitzer zählt auch das Gras auf der Weide zur täglichen Ernährung. 

 

Unsere Pferde verbringen jedoch sehr viel Zeit auf der Weide und können dort so einiges zwischen die Zähne bekommen. Immerhin wächst hier neben dem gewöhnlichen Gras auch immer wieder das ein oder andere Unkraut. Dieses sollte auf keinen Fall unterschätzt und regelmäßig untersucht werden. Leider mischen sich sehr häufig giftige Pflanzen unter das Unkraut auf unseren Koppeln und einige davon können für unsere geliebten Vierbeiner sogar tödlich sein. 

 

Eine besonders giftige Pflanze, die es in unseren Breitengraden immer wieder gibt, ist der Fingerhut. Bereits eine sehr kleine Menge kann bereits tödliche Folgen für unsere Pferde haben. Umso wichtiger ist es, sich über diese Pflanze zu informieren und sich sowohl mit den Vergiftungserscheinungen als auch mit der richtigen Behandlung auseinander zu setzen. Im besten Fall merkst du dir das Aussehen der Pflanze. Nur so kannst du einer Vergiftung am besten vorbeugen und im Notfall die richtige Behandlung gewährleisten. 

 

Die Eigenschaften des Fingerhuts

Der Fingerhut verbreitet sich tatsächlich an den unterschiedlichsten Stellen. Er kann sowohl an Bergwäldern als auch an lichten Wäldern oder in Gärten gefunden werden. Besonders gerne ist der Fingerhut jedoch auch sonnigen Hängen. 

 

Gerade während der Blütezeit von Juni bis August ist der Fingerhut besonders einfach zu erkennen. In dieser Zeit hat die Pflanze dann glockenförmige Blüten, die in der Regel in einem starken rot erstrahlen. Die Blüte kann jedoch durchaus auch lila oder gelb erstrahlen. Am Ende es Wachstum erreicht die Pflanze eine Höhe zwischen 30 und 150 cm. 

 

Im ersten Jahr hat die Pflanze meist nur eine bodenständige und Wintergrüne Blattrosette, welche mit gestielten lanzettlichen Blättern bestückt ist. Die Blätter selbst besitzen zarte Arten und sind bei einigen Gattungen sogar behaart. Die Blüten wachsen erst im zweiten Jahr der Pflanze. Daher ist es wichtig, sie auch ohne Blüten zu erkennen. 

 

Warum ist der Fingerhut giftig und wie wirkt er?

Alle Arten des Fingerhutes sind höchst giftig, denn die Blüten beinhalten Digitalisglykoside, welche schon in kleinen Mengen tödlich sein können. Da die Blüten der giftigste Bestandteil der Pflanze sind, denken viele der Fingerhut sei außerhalb der Blütezeit nicht gefährlich. Das ist jedoch falsch. Der Giftstoff befindet sich in allen Teilen der Pflanzen, jedoch nur in einem geringeren Anteil.

 

Im trockenen Zustand braucht es nur etwa 25g der Pflanze, um bereits tödliche Folgen haben zu können. Nimmt das Pferd frische Blätter zu sich, kann es ab 150 g richtig gefährlich werden. Vergiftungserscheinungen können jedoch bereits bei einer geringeren Menge auftreten. Selbst für den Menschen kann der Fingerhut sehr gefährlich sein, denn bereits zwei Blätter können bereits tödlich sein. Daher sollte er nicht nur von Pferdekoppeln, sondern gerade auch von Plätzen, an denen Kinder spielen, ferngehalten werden.

 

Der Fingerhut als Heilpflanze 

Tatsächlich ist der Fingerhut nicht nur giftig, sondern kann durchaus sogar eine heilende Wirkung haben. Der enthaltene Giftstoff kann in sehr kleinen Mengen zur Therapie für Herzerkrankungen verwendet werden. Gerade Patienten, die ein schwaches Herz haben, können von dem Fingerhut bestens profitieren. Digitalis-Medikamente sind bei Ärzten besonders begehrt, da sie sehr effektiv sind und die Funktion des Herzens unterstützen können. 

 

Tatsächlich ist diese Wirkung bereits aus dem Mittelalter bekannt und wird daher bereits über die letzten Jahrhunderte sehr erfolgreich in der Medizin angewendet. Dies muss jedoch sehr vorsichtig getan werden. Während eine kleine Menge des Wirkstoffes positive Wirkungen erzielen kann, kann eine etwas größere Menge schnell zu starken Nebenwirkungen führen. Daher sollte auf keinen Fall selbst mit der Pflanze experimentiert oder die Gefährlichkeit gar unterschätzt werden

 

Wie kann eine Vergiftung erkannt werden? 

Der Fingerhut hat, wie andere Giftpflanzen je nach gefressener Menge schwächere oder stärkere Vergiftungserscheinungen. Dazu gehören unter anderem Koliken, ein blutiger Urin oder auch Benommenheit. Unter Umständen kann es auch zu einem blutigen und wässrigen Durchfall kommen. Weiter Symptome sind Muskelzittern, Taumeln und eine ungewöhnlich schnelle Atmung. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Atemstillstand und letztendlich tritt daraufhin der Tod ein. 

 

Die richtige Reaktion bei einer Vergiftung

Bei dem Auftreten einer oder mehrerer der oben genannten Vergiftungserscheinungen solltest du umgehend den Tierarzt rufen. Bei einer Vergiftung durch den Fingerhut gibt es wirklich nichts, was der Pferdebesitzer unternehmen kann. Es hilft jedoch, wenn du dem Tierarzt bereits am Telefon mitteilen kannst, um welche Vergiftung es sich handelt. 

 

Solltest du den Fingerhut bereits auf der Koppel gefunden haben, solltest du diese Neuigkeiten so schnell wie möglich weitergeben. Es gibt immerhin einige Giftpflanzen, die ähnliche Vergiftungserscheinungen haben. Doch die Behandlung ist nicht immer die gleiche. Weiß der Tierarzt bereits von Beginn an, um welchen Giftstoff es sich handelt, kann er dementsprechend behandeln. 

 

Kennt der Tierarzt den Giftstoff nicht, kann es oft ein langer Prozess werden, um diesen herauszufinden. Eventuell muss der Magen ausgepumpt werden und anschließend eine Probe ins Labor geschickt werden. Da im Falle einer Vergiftung jede Sekunde zählt, solltest du versuchen herauszufinden woher die Vergiftung kommt. Solltest du zum Beispiel Vergiftungserscheinungen bemerken, kannst du erst einmal den Tierarzt anrufen und anschließend die Koppel ablaufen. Eventuell wirst du hier fündig werden und deinem Pferd somit die richtige Behandlung sichern. 

 

Das Warten auf den Tierarzt 

Sobald du den Tierarzt angerufen und hoffentlich die Pflanze identifiziert hast, gibt es nicht besonders viel zu tun. Ist das Pferd noch in der Lage, solltest du es so langsam auf dem Hof herumführen. Die Bewegung regt die Verdauung an und hält das komplette System in Gang. Somit kann der Giftstoff besser verarbeitet und hoffentlich schnell ausgeschieden werden. 

 

Sollte das Pferd bereits zu schwach sein, um noch geführt zu werden, solltest du es auf keinen Fall dazu zwingen. Stattdessen solltest du es in die Box stellen und dort zur Ruhe kommen lassen. Am besten polsterst du diese durch zusätzliche Einstreu gut aus, damit das Pferd im Zweifelsfall besonders weich fällt. Heu und jegliches andere Futter sollten komplett aus der Box entfernt werden. 

 

Das Pferd sollte nämlich in der Zwischenzeit auf keinen Fall weitere Nahrung zu sich nehmen, auch wenn es noch so hungrig wirkt. Der Magen des Pferdes hat schon ausreichend mit dem Giftstoff zu kämpfen und sollte nicht mit zusätzlicher Nahrung belastet werden. Außerdem muss der Tierarzt eventuell den Magen auspumpen, um den Giftstoff aus dem Körper zu bekommen und umso leerer der Magen ist, umso besser. 

 

Du solltest deinem Pferd jedoch jede Menge Wasser zur Verfügung stellen. Durch den wässrigen Durchfall wird das Pferd vermutlich sehr durstig sein und das Wasser kann dabei helfen den Giftstoff aus dem Körper zu spülen. 

 

Gegen eine Vergiftung vorbeugen

Generell ist die beste Vorbeugung gegen eine Vergiftung das regelmäßige Ablaufen der Koppel. Findest du dort den Fingerhut oder eine andere giftige Pflanze, solltest du sie sofort entfernen. Solltest du eine Pflanze finden, die du selbst nicht identifizieren kannst, solltest du entweder einen Tierarzt oder andere Pferdebesitzer zurate ziehen. 

 

Wer auf den Fingerhut auf der Koppel vorfindet, sollte ihn natürlich direkt entfernen. Hier ist jedoch besondere Vorsicht geboten, denn die Pflanze steht unter Naturschutz und darf daher nicht ohne weiteres ausgerissen und entsorgt werden. Während die Pflanze zwar ausgegraben werden kann, sollte sie anschließend auf einer anderen Wiese wieder eingesetzt werden. Natürlich sollte es sich hierbei um eine Wiese handeln, die nicht zur Futteraufnahme verwendet wird. 

 

Natürlich gilt auch beim Ausreiten immer höchste Vorsicht. Vielleicht gehört dein Pferd auch zu der Kategorie, die unterwegs gerne mal ein Blatt vom Baum abreißen und fressen oder sich über einen Strauch am Boden hermachen. Wer sich mit Giftpflanzen nicht wirklich auskennt, sollte diese kleinen Naschereien am besten komplett unterbinden. 

 

Leider tauchen auch im Heu immer wieder getrocknete Giftpflanzen auf und sie werden unseren Pferden direkt in die Box gelegt. Einige Bauern überprüfen oft nicht die komplette Wiese, bevor sie das Gras mähen und es anschließend trocknen lassen. Das ist jedoch höchst gefährlich und kann im Zweifelsfall sogar tödlich sein. Am besten sollte das Heu daher täglich auf getrocknete Giftpflanzen untersucht werden. 

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