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Für Pferde giftige Pflanzen: Blauer Eisenhut

Die wichtigste Maßnahme für die Gesunderhaltung der Pferde ist eine passende Umgebung und die Nutzung einer geeigneten Weide mit gesundem Futter. Die Weiden und die Wiesen bieten Pferden einen guten Lebensraum und dienen dabei als Basis für die Fütterung. Allerdings wachsen hier meistens nicht nur Pflanzen, die gesund und schmackhaft sind, sondern es gibt auch solche, die für Pferde erhebliche Gefahren mit sich bringen. Durch diese Giftpflanzen können Symptome wie Schwellungen, Verdauungsprobleme, Hautreizungen bis zum Tod verursacht werden.

Derzeit gibt es etwa 80 mitteleuropäische Pflanzenarten, welche für die Pferde giftig sind. Es ist besonders wichtig, dass der Halter mit dem Aussehen und dem Namen von Giftpflanzen sehr gut vertraut ist, sodass er diese erkennen und das Tier vor dem direkten Kontakt und dem Verzehr sicher bewahren kann.

Der Blaue Eisenhut gilt als giftigste Pflanze in ganz Mitteleuropa. Die Gifte, vor allem das Alkaloid Aconitin, ist in sämtlichen Teilen dieser Pflanze enthalten. Der blaue Eisenhut ist als Zierpflanze in Parks und Gärten und zugleich auf feuchten Weiden zu sehen. Eine Vergiftung mit dem Blauen Eisenhut hat einen erhöhten Speichelfluss, Unruhe, erweiterte Pupillen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, aufsteigende Lähmungen der Gesichtsmuskeln sowie der Zunge im Maul zur Folge. Die Todesursache bei den Pferden ist dabei in aller Regel das Versagen des Herzens oder eine Atemlähmung. Die Pferde sterben daher meistens durch eine Atemlähmung oder durch Kreislaufversagen, was schon nach wenigen Minuten eintreten kann.

Bereits bei dem Verzehr von einigen Gramm treten bei Pferden Vergiftungserscheinungen auf und die Menge von 100 bis 200 Gramm der frischen Pflanze wirkt meistens tödlich.

Der Blaue Eisenhut tritt in Europa mit gelben oder blauen Blättern auf.

 

Die Vergiftungssymptome bei Pferden

Schon ein bloßer Kontakt kann zu Betäubungserscheinungen an der Haut führen. Dies kann in erster Linie bei Pferden ein erhebliches Problem sein, da der Pferdebesitzer möglicherweise nicht auf die Ursache der Lähmung kommt und daher nicht das geeignete Gegengift verabreichen kann.

Weitere Vergiftungssymptome sind bei Pferden Nierenentzündung und -versagen Durchfall sowie schwere Koliken.

Einige Pferde reagieren auf die Vergiftung direkt mit einer Kolik oder mit Durchfall, während andere Tiere durch erregtes und sehr unruhiges Verhalten den Verteilungsprozess im Organismus zusätzlich beschleunigen können. Einige der Giftpflanzen haben eine höhere Dosierung, sogar nur in bestimmten Teilen der Pflanze, als andere Arten. Es gibt generell viele Gifte, bei welchen eine geringe Dosis schon sehr gefährlich ist. Andere Gifte dagegen können von dem Pferd in hohen Mengen gefressen werden, ohne dass es Symptome dabei gibt. Es gibt ebenfalls Pflanzen, bei welchen die Dosis des Giftes mit der Tageszeit oder mit dem Standort direkt zusammenhängt. Zugleich spielt vor allem bei den Giftpflanzen die Genetik eine entscheidende Rolle. So kann es bei Pflanzen der gleichen Art aufgrund der genetischen Veranlagung verschiedene Konzentrationen des Giftes geben. So ist dieses Thema für die Pferdebesitzer sehr umfangreich und komplex. Es ist aus diesem Grund umso wichtiger die Verantwortung zu übernehmen und dem Tier eine artgerechte Haltung zu gestatten, sondern zugleich die Gesundheit im Auge zu haben in Bezug der Gefahr einer Aufnahme von Giftstoffen durch Pflanzen wie den Blauen Eisenhut.

 

Die Eigenschaften des Blauen Eisenhutes

Der blaue Eisenhut kann bis 1,5 Meter hoch werden und er hat dunkelblaue Blüten. Die Blütenblätter, die oben liegen, sind so hoch, sondern besonders breit ausgeformt. Die Blätter dieser Pflanze sind vielfach geteilt. Der Blaue Eisenhut ist oftmals auf feuchten Weiden vorzufinden oder in den heimischen Gärten.

Die komplette Pflanze enthält Giftstoffe, allerdings in den Knollen den größten Anteil.

So sind alle Teile der Pflanze besonders giftig und enthalten in erster Linie das Alkaloid Aconitin. Gefährliche an dieser Pflanze ist, dass bereits kleine Mengen bei Pferden zum Tod führen können. Schon die Berührung kann schwerwiegende Vergiftungsfolgen haben, da es zu Betäubungserscheinungen kommen kann. 

Der Blaue Eisenhut wächst an feuchten Weidegebieten, in hohen Berglagen und in Hochstaudenfluren. In den Alpen findet sich die Pflanze bis zu Höhen von 2500 Metern. Der Blaue Eisenhut bevorzugt vor allem nährstoffreiche Böden und hat sein größtes Verbreitungsgebiet in West- und Mitteleuropa. Ebenso ist dieser auch in den Pyrenäen zu finden sowie in Südskandinavien und in weiten Gebieten von Schweden. Der Blaue Eisenhut und seine Variationen sind ebenfalls beliebte Pflanzen für den Garten und werden zudem als Schnittblumen im Handel verkauft.

Eisenhut ist die giftigste Pflanze in ganz Europa. Er enthält überwiegend in den Knollen uns auch in der gesamten Pflanze das giftige Alkaloid Aconitin. Bereits wenige Gramm der Pflanze bzw. 3 bis 6 Milligramm Aconitin können für einen Menschen und für Pferde tödlich sein. Das Gift ist ebenfalls in der Lage durch die Haut hindurchzudringen. Damit sind insbesondere Kinder besonders gefährdet, die beim Spielen Teile der Pflanze abpflücken und danach gleich verschlucken. Vergiftungserscheinungen zeigen sich bereits nach 10 bis 20 Minuten. Zuerst tritt bei Menschen ein Kribbeln im Mund, an den Zehen und in den Fingern auf. Es kommt zu Erbrechen, Schweißausbrüchen, Durchfällen und starken Koliken. Die Körpertemperatur sinkt ebenfalls stark ab und die Atmung wird zugleich unregelmäßig. Zugleich sinkt der Blutdruck und der Tod erfolgt durch Atemstillstand und Herzversagen. Der Tod erfolgt bei einer starken Vergiftung recht schnell. Das Tier ist allerdings die ganze Zeit über bei vollem Bewusstsein und hat sehr starke Schmerzen.

Eisenhut ist für verschiedene Tierarten besonders giftig. Neben Pferden ist dieser Rinder Schweine, Kühe, Hunde, Katzen, Schafe, Kaninchen, Hasen und für Vögel gefährlich. Die Vergiftung zeigt sich durch einen starken Speichelfluss, Erregungen, Pupillenvergrößerung, Unruhe, Krämpfe, Durchfällen, erhöhte Körpertemperatur, aufsteigende Lähmungen mit und Herzrhythmusstörungen. Der Tod tritt alsdann unter erheblichen Schmerzen durch Versagen des Kreislaufes oder durch Atemlähmung ein, wobei die tödliche Dosis bei Pferden 200 bis 400 Gramm der frischen Teile der Pflanze ist, möglicherweise aber auch erheblich weniger. Bei Hunden sind es nur 5 Gramm der trockenen Wurzel. Angeblich soll der Blaue Eisenhut den Ziegen nichts anhaben, er wird aber meistens von den Tieren verschmäht.

 

Medizinisch wird der Blaue Eisenhut bei Rheumatismus, Nervenschmerzen, Rippenfellerkrankungen und Herzbeutelentzündung eingesetzt. Weil die Dosierung mit Tinktur, Salbe oder Pulver jedoch sehr unsicher ist, wird dabei stets das reine Aconitin verwendet. In der Homöopathie wird die Pflanze zudem bei Bronchitis, Herzbeutelentzündungen und Ischias eingesetzt.

Der Eisenhut wird in der Pflanzenkunde auch Helmgiftkraut, Sturmhut, Kappenblume oder Mönchskappe genannt. Jene Namen beziehen sich gänzlich auf die Blütenform. Weitere Bezeichnungen sind ebenfalls Fuchswurzel, Teufelswurz und Wolfsgift. Der Name der Gattung Aconitum entstammt vom griechischen "en akoneios" und heißt übersetzt auf schroffen Felsteilen wachsend, womit dieser auf das Vorkommen der hier heimischen Pflanzenarten verweist. Der Artenname napellus ist eine Forn von napus der Rübe und ist auf das Aussehen der Wurzeln bezogen.

In einer griechischen Sage wird erzählt, dass der Blaue Eisenhut aus dem Speichel des Cerberus entstanden ist, als dieser von Herkules aus der Hölle geholt wurde. Tierischer und menschlicher Speichel wurde zu diesen Zeiten für giftig gehalten, und je scheußlicher ein Lebewesen war, um so giftiger war entsprechend der Speichel. Im alten Griechenland war es den Menschen verboten, den Blauen Eisenhut anzupflanzen, in den Gärten des Staates wurde dieser jedoch. Dioscurides schrieb über die Pflanze, dass dieser zum Wolfsfang gebraucht wurde, denn wenn die Wurzeln in das Fleisch gesteckt werden und die Wölfe das Fleisch mitsamt den Wurzeln fressen, können diese davon zu sterben. Von Plinius d. Ä. ist der Blaue Eisenhut als pflanzliches Arsen betitelt worden. Im Mittelalter und in der Antike waren Morde mit Aconitin besonders häufig, es war zu dieser Zeit das am meisten verwendete Mordgift. Ein Anschlag mit dem Gift auf den Propheten Mohammed schlug im 7. Jahrhundert fehl, da dieser den bitteren Geschmack gleich bemerkt hatte. Er soll jedoch, so beschreibt die Sage, nur 3 Jahre später doch an den Folgen dieses Giftes verstorben sein. Der Papst Hadrian VI und der römische Kaiser Claudius sollen mit dem Blauen Eisenhut vergiftet worden sein.

 

Aconitin wurde in vielen Kulturen als Gift für Pfeile gebraucht. Dies geschah im 15. Jahrhundert durch die Mauren während der Kämpfe gegen Spanien. Im alten Griechenland wurde auch Verbrecher mit dem Gift hingerichtet, wobei der Blaue Eisenhut lediglich den Deliquenten gegeben wurde, die sehr schwere Verbrechen begangen haben, da der Tod mit Aconitin sehr grausam vollzogen wird. In den Kräuterbüchern des Tabernaemontanus lesen ist zu lesen, dass die Pflanze vor allen anderen Gewächsen das stärkste Gift ist Gifft und dass auch der anerkannteste Theriak als Gegengift nichts hiergegen schaffen. Mattioli beschrieb im Jahre 1586 den Blauen Eisenhut damit, dass er "ein gewaltig tödlich Gift ist, welches sich somit mit keiner Arznei vertreiben lässt. Es wird außerdem berichtet, dass Rosshändler den Pferden die Pflanze zu fressen gegeben hatten damit diese feurig wurden.

 

Was ist zu tun, wenn sich das Pferd mit dem Blauen Eisenhut vergiftet hat?

Die wohl bedeutendste aller Maßnahmen ist das Pferd von allen Gefahrenquellen der giftigen Pflanze fern zu halten. Sofortmaßnahmen, welche der Tierarzt einleitet, wenn dieser vor Ort ist, sind die Erhaltung der Atmung. Dabei werden die Atemwege freigehalten und es werden anregende Medikamente gegeben. Eventuell erfolgt eine Beatmung mit Sauerstoff. Weiterhin erfolgt eine Stabilisierung des Kreislaufs durch Infusionsgabe und die Gabe von kreislaufunterstützenden und blutdruckregulierenden Medikamenten. Mögliche Krämpfe werden durch krampflösende Medikamente vermindert. Bei Nierenversagen gibt der Tierarzt Infusionen mit entwässernden Medikamenten. Dies wirkt zugleich gegen mögliche Ödeme. Weiterhin erfolgt die Gabe von Schmerz- und Beruhigungsmitteln.

Da der Magen-Darm-Trakt der Pferde besonders empfindlich ist, kann es schon bei der Aufnahme geringer Mengen des Blauen Eisenhutes zu Vergiftungserscheinungen kommen. Die ersten Zeichen einer Vergiftung sind vielfältig und können von einem umgewandelten Verhalten, über Schaum vor dem Maul, Schwitzen, Speichelfluss, Atemnot, Durchfall, Koliken und Zittern bis hin zu nervösen Störungen wie Krämpfen, Zuckungen, erweiterten Pupillen, Gleichgewichtsstörungen sowie eine zu schnelle oder zu langsame Herztätigkeit reichen. 

Pferde dürfen im Falle einer Vergiftung mit dem Blauen Eisenhut nichts mehr fressen, jedoch müssen sie viel trinken. Das Wasser kann dabei mit Honig oder Traubenzucker gesüßt werden, falls das Tier das Wasser verweigert.

Kann das Tier nicht atmen, sollten angefeuchtete Tücher um den Brustkorb gelegt werden. Bei Koliken können warme Wickel um den Bauch Linderung verschaffen.

Bei Fieber können die Besitzer das Pferd mit kalten Wickeln um die Beine abkühlen, welche alle 20 Minuten wieder gewechselt werden müssen. Im Fall von Unterkühlung sollten die Besitzer das Pferd eindecken. Eventuell können Wärmelampen verwendet werden.

 

Es gibt unterschiedliche Vorsichtsmaßnahmen, die der Pferdehalter treffen kann, um die Vergiftung beim Pferd zu vermeiden. Hierzu gehört, dass dieser die Weide regelmäßig auf Pflanzen wie den Blauen Eisenhut untersucht und diese entfernt. Eventuell können Pflanzenschutz-oder Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden, jedoch nach Möglichkeit nicht in der direkten Nähe der Pferde. Das Futter bzw. das Gras muss generell eine hochwertige Qualität besitzen – Garten- oder Futterabfälle gehören nicht in das Futter für die Pferde. Es sollte darauf geachtet werden, wo das Pferd beim Ausreiten frisst. Feldränder, wo vor einiger Zeit Dünger aufgebracht wurde, sollten gemieden werden. Bäche, die direkt an Felder angrenzen, können nach einem Regen Rückstände von Spritzmitteln oder Gülle enthalten. Ebenso sollte die Weide gegen widerrechtliches Betreten gesichert werden.

Die Pferdebesitzer sollten generell die wichtigsten Giftpflanzen kennen und vermeiden, dass das Pferd hiervon frisst.

 

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